Zuchtviehmarkt 15.06.2022

Starke Nachfrage nach Zuchtvieh!

Das Zuchtviehangebot reicht für die derzeitige Nachfrage nicht aus. Speziell weidegewohnte Jungkühe sind gefragt. Dazu kommt, dass im Sommer im benachbarten Ausland Österreich und Südtirol weniger bzw. keine Märkte stattfinden. Hohe Milchpreise in Holland wirken sich zusätzlich positiv auf die Zuchtviehmärkte aus. Das Angebot war gut für einen Sommermonat, aber immer noch zu wenig. In die Besamung konnte diesmal kein Stier verkauft werden. Der durchschnittliche Steigpreis für die zwei Zweitkalbskühe lag bei 1.775 Euro. Die trächtigen Kalbinnen kosteten 1.800 Euro. Der mittlere Erlös für die 50 verkauften Jungkühe betrug 2.043 Euro.

 Der teuerste Zuchtstier des Marktes mit einem Steigpreis von 2.250 Euro kam aus dem Zuchtbetrieb Wolferstetter GbR aus Grafetstetten bei Palling. Der Stier genügte sowohl in züchterischer Hinsicht als auch vom Exterieur her höchsten Ansprüchen. Unter seinen 100 getesteten Halbbrüdern nimmt er den 14. Platz nach Gesamtzuchtwert ein. Seine Zuchtwerte in der Melkbarkeit, Nutzungsdauer und Eutervererbung sind weit überdurchschnittlich. Von der Körkommission wurde er mit den Noten Rahmen 8, Bemuskelung und Fundament 7 überdurchschnittlich bewertet. Zwei weitere Natursprungstiere wurden für 2.050 und 1.900 Euro Steigpreis den Käufern zugeschlagen.

50 Jungkühe wechselten diesmal den Besitzer. Den höchsten Steigpreis von 2.650 Euro erzielte diesmal Christian Niederbuchner aus Aiging, der eine Hesse-Tochter mit 38 kg Milch zum Verkauf anbot. Doch nicht nur die Milch, sondern auch das hohe Lebendgewicht mit 750 kg und die gute Melkbarkeit mit 3,5 kg Milch pro Minute beeinflussten den Preis positiv. Mit ihrer Körpertiefe, tadellosen Fundament und der guten Euteranlage könnte man ohne Probleme auch an Tierschauen teilnehmen. Erwähnenswert ist auch, dass die Familie Niederbuchner bei diesem Markt neun Jungkühe zum Verkauf anbieten konnte. Nur unwesentlich billiger waren die drei weiteren Jungkühe der Wertklasse 1, die für 2.400 bis 2.600 Euro verkauft wurden. Züchter dieser Jungkühe waren Ludwig Irlacher aus Tacherting, Johann Daxenberger aus Erlberg bei Seeon und Alois Rehrl aus Seeleiten bei Weildorf.

Weitere sechs Jungkühe konnten noch Preise über 2.300 Euro erzielen. Bei nur sieben Jungkühen lag der Versteigerungspreis unter 1.800 Euro. Die Milchleistung der Jungkühe erreichte diesmal mit 30 kg Milch einen sehr hohen Durchschnittswert. Es kostete aber auch eine Jungkuh mit 22 kg Milch 1.700 Euro und eine Jungkuh mit 24 kg Milch 1.900 Euro, da sie ein gutes Exterieur mitbrachten.

Zehn Zuchttiere blieben im eigenen Gebiet. Acht Jungkühe ersteigerten sich bayerische Käufer. Ein Stier, eine Zweitkalbskuh, zwei Kalbinnen und 35 Jungkühe wechseln über Viehhandelsunternehmen nach Südtirol und in die Benelux Staaten.

Der nächste Kälbermarkt findet am Mittwoch den 22. Juni statt. Der nächste Großviehmarkt ist am 14. Juli.

Die vier Jungkühe der Wertklasse 1. Vorgeführt werden sie von Markus Irlacher aus Tacherting; Johann Daxenberger aus Erlberg, Seeon; Alois Rehrl aus Seeleiten, Teisendorf und Johannes Wallner- Mayer, der als Auszubildender auf dem Betrieb Niederbuchner, Aiging das Vorführen übernahm.

Die Spitzenjungkuh und teuerste Jungkuh des Marktes aus dem Betrieb von Christian Niederbuchner, Aiging. Präsentiert wird die Jungkuh von Johannes Wallner-Mayer, der im Moment in der Ausbildung auf dem Betrieb tätig ist.

Die vier angebotenen Zuchtstiere des Marktes mit ihren Züchtern Andreas Halmbacher aus Waldhausen, Georg Wolfertstetter aus Höhenstetten, Palling; Michael Wolferstetter aus Grafetstetten, Palling und Thomas Lamminger aus Ramstetten, Teisendorf.