Zuchtviehmarkt in Traunstein am 17.11.2022

Hohe Nachfrage nach Zuchtkühen ungebrochen!

Eine hohe Nachfrage herrscht nach Jungkühen. Bei den 63 verkauften Jungkühen erfolgte der Zuschlag bei einem mittleren Versteigerungspreis von 2.089 Euro. Die durchschnittliche Milchleistung dieser Jungkühe blieb mit 27,8 kg Milch unter den erreichten Werten der Vormonate. Sieben Zweitkalbskühe wurden für im Mittel 2.107 Euro verkauft, wobei deren mittlere Milchleistung 32,1 kg Milch betrug. Eine Kalbin wechselte für 2.100 Euro den Besitzer. Von den fünf angebotenen Stieren konnten zwei an Besamungsstationen verkauft werden. Die drei Natursprungstiere erzielten Steigpreise von 1.950, 2.150 und 2.250 Euro. 

Züchter beider Stiere für den Besamungseinsatz war erneut Christian Niederbuchner aus Aiging. Die Wasserburger Besamungsstation CRV Deutschland ersteigerte sich zum Grundpreis von 3.500 Euro einen Hamlet-Sohn, der reinerbig in Bezug auf das Hornlosgen vererbt. Mütterlicherseits geht der Stier auf die bekannte P-Linie des Betriebes zurück. Auf dem Betrieb ist ein breites Spektrum an guten Kühen aus dieser Linie zu besichtigen. An dem zweiten Stier, einen Hauk-Sohn, zeigten mehrere Besamungsstationen Interesse. Bei 9.000 Euro erhielt schließlich Julia Haller für die Besamungsstation Neustadt/Aisch den Zuschlag. Dieser Stier hat mit 141 den höchsten Gesamtzuchtwert von 17 getesteten Halbbrüdern. Durch weitere überdurchschnittliche Einzelzuchtwerte wie Nutzungsdauer 118, Melkbarkeit 115, paternales Kalbeverhalten 110 und Eutervererbung 122 war klar, dass er für die Besamung interessant ist. Die Mutter des Stieres eine Weissensee-Tochter, die Kuh Herzal besitzt mit einem Gesamtzuchtwert von 143 im Moment den höchsten Zuchtwert von allen Bullenmüttern im Zuchtverbandsgebiet. Neben den zwei Stieren bereicherten auch weitere sieben Jungkühe des Betriebes den Novembermarkt.

Von der Bewertungskommission wurden 4 Jungkühe in die Wertklasse 1 eingestuft. Sie wechselten für durchschnittlich 2.575 Euro den Besitzer. Mit 2.750 Euro kostete eine Ehrsam-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Martin Siglreithmaier aus Irsing bei St Georgen in dieser Wertklasse am meisten. Ihre Leistungsdaten waren 32,6 kg Milch und eine Melkbarkeit von 2,8 kg pro Minute. Die weiteren Jungkühe in dieser Wertklasse stellten die Zuchtbetriebe Ramstetter-Wallner aus Hinterau, Ainring; Rupert Anzenberger aus Maierhof, Schnaitsee und Matthias Huber aus Ranham, Palling.

Neben diesen Jungkühen konnten noch weitere 7 Jungkühe der Wertklasse 2a einen Steigerungspreis von 2.500 Euro und mehr erzielen, wobei eine Mesias-Tochter von Alois Rehrl aus Seeleiten bei Weildorf ebenfalls 2.750 Euro Steigpreis bekam. Weitere 32 Jungkühe erhielten zwischen 2.000 und 2.450 Euro den Zuschlag. Zehn Jungkühe wurden unter 1.800 Euro Versteigerungspreis abgegeben.

Im eigenen Zuchtverbandsgebiet konnten ein Stier, eine Kalbin, 5 Zweitkalbskühe und 26 Jungkühe verkauft werden, was über 40 % entspricht. Zwei Stiere, eine Kuh und 13 Jungkühe gingen an bayerische Abnehmer. Zwei Stiere kommen in Baden-Württemberg zum Einsatz. In die Niederlande gehen eine Kuh und 24 Jungkühe.

Der nächste Kälbermarkt findet am Mittwoch, dem 23. November statt. Der nächste Großviehmarkt ist am 15. Dezember.

 

Drei Jungkühe der Wertklasse 1 werden präsentiert von ihren Züchtern Thomas Anzenberger aus der Gemeinde Schnaitsee, Stefan Wallner aus der Gemeinde Ainring und Martin Siglreithmaier aus der Stadtgemeinde Traunreut von hinten nach vorne.

Die Niederbuchner´s mit dem Stier Hirsch (links), einem Hamlet- Sohn und Hammerfall, einem Hauk- Sohn (rechts). Sie gehen in Besamungseinsatz bei CRV Deutschland und Neustadt/Aisch.