Stabile Zuchtviehpreise auf hohem Niveau!
Traunstein: Das Angebot auf den Märkten ist im Moment sowohl bei Zuchtvieh als auch auf den Kälbermärkten relativ knapp, weshalb sich die Preisgestaltung weiterhin positiv darstellt. Wegen den Faschingsferien konnten an diesem Markttag erfreulicherweise wieder viele Familien als Besucher begrüßt werden. Neben einem Stier für den Besamungseinsatz konnten sieben Stiere in den Natursprung für im Mittel 3.400 € verkauft werden. Fünf rahmige Kalbinnen gingen für durchschnittlich 2.500 € hauptsächlich an heimische Zuchtbetriebe. Auf einem noch höheren Preisniveau von 2.890 € (Preisspanne: 2.400 – 4.100 €) wechselten sieben Mehrkalbskühe den Besitzer, wobei diese eine überragende durchschnittliche Milchleistung von 36 kg Milch aufweisen konnten. Der Zuschlag bei 67 verkauften Jungkühen erfolgte im Mittel bei zufriedenstellenden 2.810 €, wobei hier der Durchschnittspreis des Januarmarktes um 90 € unterschritten wurde.
Das erste Highlight der Versteigerung konnte gleich zu Beginn verzeichnet werden. Der mischerbig hornlose „Hockey PS“ – Sohn (Katalognummer 1) vom Zuchtbetrieb Josef Dieplinger aus Altenmarkt und aufgezogen von Josef Deutinger aus Bockhorn konnte zu einem Spitzenpreis von 56.000 € verkauft werden. Ersteigert wurde der sehr gut entwickelte Bulle von der Besamungsstation Bayern Genetik aus Grub. Neben einem hohen Gesamtzuchtwert von 139 waren auch die Einzelzuchtwerte für den Kauf ausschlaggebend. So lagen alle relevanten Zuchtwerte im positiven Bereich, hinzu kommen eine Fundamentnote von 111 und eine Euternote von 119. Er soll in Zukunft auf den Namen „Hartholz PS“ hören und die gute Fleckviehgenetik aus dem Traunsteiner Zuchtgebiet weiterverbreiten. Auch bei den Natursprungbullen konnte ein durchaus zufriedenstellender Marktverlauf erreicht werden. Von den acht angebotenen Stieren konnten sieben einen neuen Besitzer finden und auch der durchschnittliche Steigpreis von fast 3.400 € (Preisspanne von 3.000 – 4.000 €) überzeugte.
Bei der anschießenden Versteigerung der Mehrkalbskühe konnte der Höchstpreis der weiblichen Zuchtrinder verzeichnet werden. Die Zweitkalbskuh von der Kirchmaier Fr. Agrar GbR aus Schützing bei Chieming (Katalognummer 30) konnte mit einem Lebendgewicht von 750 kg und einer überragenden Milchleistung von 46,5 kg Milch überzeugen und somit einen rekordverdächtigen Versteigerungspreis von 4.100 € rechtfertigen.
Ein Rekord konnte an diesem Markt auch bei den Jungkühen verzeichnet werden. Die durchschnittliche Milchleistung von 31,3 kg Milch über alle Jungkühe hinweg wurde noch nie zuvor beim Traunsteiner Zuchtviehmarkt erreicht. Dass trotz dieser erfreulichen Tatsache auch die Exterieurqualität einen positiven Trend aufweisen kann, zeigt, dass sich die Zuchtarbeit bei der Rasse Fleckvieh auf dem richtigen Weg befindet. Zwei Jungkühe wurden an diesem Markttag in Wertklasse 1 gereiht. Sie stammen aus den bekannten Zuchtbetrieben Hubert Hartl, Seeon (Katalognummer 95) und Christian Niederbuchner, Aiging (Katalognummer 111). Den Spitzenpreis des Marktes mit 3.550 € Steigpreis erzielte eine Jungkuh aus dem erfolgreichen Zuchtbetrieb von Anton Hasholzner aus Ranham bei Palling (Katalognummer 52). Sie überzeugte ihren Käufer mit über 33 kg Milch, einer Melkbarkeit von 3,1 l/min und fehlerlosem Exterieur. Nicht weniger als 25 weitere Jungkühe wechselten zu Preisen von mehr als 3.000 € den Besitzer.
Besonders an diesem Markt war, dass alle verkauften Tiere im schönen Bayern verbleiben. 41 Zuchttiere bleiben im eigenen Gebiet. Drei Stiere, eine Kalbin, fünf Zweitkalbskühe und 36 Jungkühe ersteigerten sich bayerische Käufer.
Der nächste Kälbermarkt findet am Mittwoch, den 25. Februar statt.
Der nächste Großviehmarkt ist am 19. März.
Der zukünftige Besamungsbulle „Hartholz PS“ wurde zu einem stolzen Preis von der Besamungsstation Bayern Genetik angekauft. Mit auf dem Bild sind der Juniorchef des Zuchtbetriebs Dieplinger und der Aufzüchter Josef Deutinger.
Das hervorragende Exterieur der zwei Jungkühe der Wertklasse 1 zeigt dieses Bild. Sie stammen aus den Ställen der Zuchtbetriebe Hubert Hartl (Nr. 95) und Christian Niederbuchner (Nr. 111).
Der Vorsitzende des RZV Traunstein Hubert Hartl freute sich über die voll besetzte Chiemgauhalle.



